{"id":167428,"date":"2026-03-06T08:55:20","date_gmt":"2026-03-06T07:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=167428"},"modified":"2026-03-06T08:55:21","modified_gmt":"2026-03-06T07:55:21","slug":"neue-ideen-fuer-die-pflege-alter-feuersteine","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/neue-ideen-fuer-die-pflege-alter-feuersteine\/","title":{"rendered":"Neue Ideen f\u00fcr die Pflege alter Feuersteine"},"content":{"rendered":"\n
Eine gemeinsame Pressemitteilung mit dem Landkreis Vorpommmern-R\u00fcgen<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n Prora. Stein f\u00fcr Stein eine Besonderheit: Vor rund 4.000 Jahren entstand das an der Ostseek\u00fcste einmalige geologische Fl\u00e4chenmonument der Feuersteinfelder. Gewaltige Sturmfluten sp\u00fclten seinerzeit die Steine als Strandw\u00e4lle an ihren Platz auf der heutigen DBU-Naturerbefl\u00e4che Prora<\/a> auf R\u00fcgen. Doch das \u201eSteinerne Meer\u201c steht unter Vegetationsdruck: Laub- und Nadelstreu werden vom Wind auf die Steinlagen geweht und Birken- und Kiefernsamen keimen dann darin auf, Moose und Gr\u00e4ser verdecken die offenen Feuersteine. \u201eEs bleibt eine dauerhafte Herausforderung, dieses auch f\u00fcr den Naturschutz bedeutende Landschaftselement zu erhalten. Daher haben wir in einer Testwoche verschiedene Techniken zur Erhaltung und Wiederherstellung des offenen Charakters vergleichend im Einsatz, um f\u00fcr die Zukunft den bestm\u00f6glichen Pflegeansatz zu erproben und zu entwickeln\u201c, erkl\u00e4rt Dr. J\u00f6rg Tillmann<\/strong>, stellvertretender Fachlicher Leiter im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n Ohne Pflege keine sichtbaren Feuersteinfelder<\/strong><\/p>\n\n\n\n Inselartig etablieren sich Besenheide, Gr\u00e4ser und Moose, die zusehends die Feuersteine teppichartig \u00fcberwallen. In Folge finden dann junge Kiefern und Birken ein Keimbett. \u201eOhne Pflege verschwinden die offenen Feuersteinstrukturen unter dem Pflanzenaufwuchs. Dabei darf die Lagerungsstruktur der bundesweit einmaligen Feuersteinfelder nicht ver\u00e4ndert werden. Eine riesige Herausforderung, sobald Technik im Einsatz ist\u201c, wei\u00df Tillmann. In der Vergangenheit wurden bereits verschiedene Techniken zur Offenhaltung der Feuersteinfelder ausprobiert. Zudem lichtet der Bundesforst<\/a>betrieb Vorpommern-Strelitz im Auftrag des DBU Naturerbes regelm\u00e4\u00dfig Birken- und Kiefernbest\u00e4nde westlich der Feuersteinfelder auf, damit weniger Samen und Streu der B\u00e4ume in die offenen Steinfelder eingetragen werden. Ebenso entfernen kofinanziert vom DBU Naturerbe Freiwillige des Vereins Bergwaldprojekt<\/a> allj\u00e4hrlich h\u00e4ndisch den Bewuchs auf Teilfl\u00e4chen der Steinfelder. \u201eAll diese Bausteine f\u00fchren aber noch nicht nachhaltig zu dem gew\u00fcnschten Fortschritt. Daher haben wir uns jetzt in der Testwoche nochmal gezielt Zeit genommen, neue Herangehensweisen zu entwickeln und verschiedene Techniken auch vor dem Hintergrund der Finanzierbarkeit zu pr\u00fcfen\u201c, erkl\u00e4rt Tillmann. Die Ma\u00dfnahmen sind gemeinsam mit der zust\u00e4ndigen Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde (UNB) des Landkreises Vorpommern-R\u00fcgen<\/a> sowie mit dem Staatlichen Amt f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Vorpommern<\/a> abgestimmt und werden als Pilotprojekt vom DBU Naturerbe finanziert.<\/p>\n\n\n\n
