{"id":153968,"date":"2025-09-25T12:47:31","date_gmt":"2025-09-25T10:47:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=153968"},"modified":"2025-09-26T09:00:33","modified_gmt":"2025-09-26T07:00:33","slug":"dbu-naturerbe-staerkt-den-waldbrandschutz","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/dbu-naturerbe-staerkt-den-waldbrandschutz\/","title":{"rendered":"DBU Naturerbe st\u00e4rkt den Waldbrandschutz"},"content":{"rendered":"\n
Jessen. Hitze, Trockenheit und ein kleiner Funken \u2013 Momente der Unachtsamkeit k\u00f6nnen schnell Waldbr\u00e4nde ausl\u00f6sen. Um im Brandfall zeitnah und pragmatisch zu reagieren, ben\u00f6tigen Feuerwehren schnellen Zugang zu Wasser. Auf der rund 2.600 Hektar gro\u00dfen DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger Heide<\/a> im Landkreis Wittenberg vereinfachen nun sieben neue L\u00f6schwasserentnahmestellen das Vorgehen. \u201eNeben einem Kreisregnersystem f\u00fcr die Stadt Jessen<\/a>, der Pflege von Waldbrandschutzschneisen, Wundstreifen sowie gemeinsamen \u00dcbungen haben wir nun mit eigenen Finanzmitteln sieben weitere Tiefbrunnen in der Gl\u00fccksburger Heide gebaut. Wir haben unsere Hausaufgaben im pr\u00e4ventiven Waldbrandschutz gemacht\u201c, sagt Christian S\u00fcrie<\/strong>, Leiter Betriebsmanagement vom DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). <\/p>\n\n\n\n Fl\u00e4chendeckende Wasserversorgung im Brandfall<\/strong><\/p>\n\n\n\n Die Gl\u00fccksburger Heide wurde einst forstwirtschaftlich genutzt und ist durch die milit\u00e4rische Nutzung kampfmittelbelastet. Auch heute wachsen dort gro\u00dffl\u00e4chig noch Kiefern-Eichenw\u00e4lder sowie gro\u00dffl\u00e4chige Zwergstrauchheiden, die vor allem in Trockenperioden brandgef\u00e4hrdet sind. \u201eF\u00fcr unsere Arbeit im Ernstfall ist eine sichere L\u00f6schwasserversorgung entscheidend. Die neuen L\u00f6schwasserbrunnen helfen uns dabei enorm\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Riedel<\/strong>, stellvertretender Stadtwehrleiter Freiwillige Feuerwehr Stadt Jessen (Elster)<\/a>. In enger Abstimmung mit der Feuerwehr liegen die Standorte strategisch entlang der Brandschutzstreifen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che und sind f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte leicht nutzbar. B\u00fcrgermeister Michael Jahn<\/strong> sch\u00e4tzt die Zusammenarbeit mit der DBU sehr und zeigte sich interessiert an der neuen Technik. Mit Unterwasserpumpen ausgestattet liefern die bis zu 30 Meter tiefen Brunnen rund 800 Liter Wasser pro Minute.<\/p>\n\n\n\n F\u00fcr einen feuerfreien Wald<\/strong><\/p>\n\n\n\n Vorsorgende und abwehrende Waldbrandbek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen gewinnen weiter an Bedeutung. \u201eGemeinsam mit dem Bundesforstbetrieb, den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden und der Freiwilligen Feuerwehr k\u00fcmmern wir uns stetig um die Waldbrandvorsorge\u201c, erkl\u00e4rt S\u00fcrie. Damit die Einsatzkr\u00e4fte einen Brand auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Gl\u00fccksburger Heide auch mit gro\u00dfen Fahrzeugen erreichen k\u00f6nnen, wurden breite Wege, sogenannte BOS-Wege, f\u00fcr die Feuerwehren, Rettungsdienste und andere Organisationen der Gefahrenabwehr geschaffen. Au\u00dferdem werden Schutzstreifen wie entlang der Dahmschen Stra\u00dfe regelm\u00e4\u00dfig gepflegt und k\u00f6nnen eine Ausbreitung des Feuers verlangsamen. Zudem wurde ein Kreisregnersystem an die Stadt Jessen \u00fcbergeben, der eine enorme Fl\u00e4che bew\u00e4ssern kann und so die Einsatzkr\u00e4fte im Ernstfall unterst\u00fctzt. \u201eWald- und Vegetationsbr\u00e4nde sind f\u00fcr Freiwillige Feuerwehren kein t\u00e4gliches Gesch\u00e4ft. Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen und Absprachen f\u00f6rdern den routinierten Ablauf im Ernstfall und helfen den Einsatzkr\u00e4ften, auch bei unvorhergesehenen Ereignissen einen k\u00fchlen Kopf zu bewahren\u201c, erkl\u00e4rt Katalin Wiese-Brattig<\/strong>, Revierleiterin vom Bundesforst<\/a>betrieb Mittelelbe.<\/p>\n\n\n\n Wir sind alle gefragt, Waldbr\u00e4nde zu verhindern<\/strong><\/p>\n\n\n\n \u201eMit ausgebauten Schutzschneisen, Waldbrandschutzstreifen, einer guten L\u00f6schwasserverf\u00fcgbarkeit, dem Informationsaustausch \u00fcber die Fl\u00e4chengegebenheiten und die Wegesituationen unterst\u00fctzen wir als Fl\u00e4cheneigent\u00fcmerin die Freiwilligen Feuerwehren und erm\u00f6glichen einen effektiven Einsatz im Krisenfall. Letztlich sind wir aber alle gefragt, wenn es darum geht, Waldbr\u00e4nde zu vermeiden\u201c, erg\u00e4nzt S\u00fcrie. Die Hauptursache f\u00fcr Waldbr\u00e4nde ist laut Umweltbundesamt menschliches Handeln. Unachtsamer Umgang mit der Natur wie das im Wald ohnehin verbotene Entfachen von Lagerfeuern oder das Wegwerfen eines einzigen Zigarettenstummels k\u00f6nnen dramatische Folgen nach sich ziehen. Auch Autos sollten grunds\u00e4tzlich nur auf ausgewiesenen und daf\u00fcr vorbereiteten Parkpl\u00e4tzen, nicht auf trockenem Gras am Seitenstreifen abgestellt werden, da dies ein Feuer entfachen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n


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