{"id":143013,"date":"2025-07-08T08:57:00","date_gmt":"2025-07-08T06:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=143013"},"modified":"2025-07-08T08:50:25","modified_gmt":"2025-07-08T06:50:25","slug":"wissen-wo-wald-waechst-analyse-im-dbu-naturerbe-abgeschlossen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/wissen-wo-wald-waechst-analyse-im-dbu-naturerbe-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Wissen, wo Wald w\u00e4chst \u2013 Analyse im DBU Naturerbe abgeschlossen"},"content":{"rendered":"\n
\n
\"\"
Spezielle Waldbilder wie beispielsweise der Waldrand entlang des Polsambaches erfordern dauerhafte Eingriffe und werden gemeinsam mit dem Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge gepflegt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Bad Salzungen. Mit Luftbildkarten vom Wald ausgestattet waren die Mitarbeitenden der Firma Giscon <\/a>viele Wochen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Salzunger Vorderrh\u00f6n<\/a> unterwegs. Im Auftrag des DBU Naturerbes, eine gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), wurde der Wald kartiert, Baumh\u00f6hen und Durchmesser notiert, die Zusammensetzung der Baumarten und ihr Alter aufgenommen. Jetzt ist die sogenannte Forsteinrichtung abgeschlossen. \u201eMit dieser Ist-Erfassung der W\u00e4lder bekommen wir wichtige Daten, um Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre zu planen\u201c, erl\u00e4utert Susanne Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n

Salzunger Vorderrh\u00f6n dem Naturschutz gewidmet<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Seit der \u00dcbernahme durch das DBU Naturerbe ist der etwa 1.400 Hektar (ha) gro\u00dfe Teilfl\u00e4che des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz s\u00fcdlich von Bad Salzungen in den Landkreisen Wartburgkreis und Schmalkalden-Meiningen dem Naturschutz gewidmet. \u201eIm Wald haben wir uns mit der \u00dcbertragung verpflichtet, die teils noch monotonen Nadelholzbest\u00e4nde zu naturnahen Laubmischw\u00e4ldern zu entwickeln und sie dann aus der Nutzung zu nehmen und in den sogenannten Prozessschutz zu \u00fcberf\u00fchren\u201c, so Belting. Schlie\u00dflich sei eins der erkl\u00e4rten Ziele auf allen Fl\u00e4chen des bundesweit rund 164.000 ha gro\u00dfen Nationalen Naturerbes<\/a>, die W\u00e4lder langfristig sich selbst zu \u00fcberlassen und dort im Sinne der Nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie nat\u00fcrliche Entwicklungen ohne menschliche Eingriffe zuzulassen.<\/p>\n\n\n\n

Rund 24 Prozent der Waldfl\u00e4che ist bereits naturnah und wird sich selbst \u00fcberlassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n

W\u00e4lder machen mit rund 1.360 Hektar (ha) den Gro\u00dfteil der DBU-Naturerbefl\u00e4che Salzunger Vorderrh\u00f6n aus. Diese bestehen \u00fcberwiegend aus Nadelb\u00e4umen, vor allem Fichten und sollen zu Laubmischw\u00e4ldern entwickelt werden. 333 ha, etwa 24 Prozent, sind bereits so naturnah, dass die Fl\u00e4cheneigent\u00fcmerin dort bereits heute die forstliche Nutzung eingestellt hat. \u201eNaturnah bedeutet, dass wir einen Laubmischwald vorfinden, in dem B\u00e4ume mit unterschiedlichen Altersklassen wachsen. Auch alte B\u00e4ume oder solche mit besonderen Habitaten wie Spechth\u00f6hlen werden nicht entnommen\u201c, erl\u00e4utert Belting. Natur Natur sein lassen \u2013 darum geht es dort. Dadurch w\u00fcrden vor allem Tier- und Pflanzenarten profitieren, die von hohen Totholzanteilen und alten B\u00e4umen abh\u00e4ngig sind. \u201eIn den meisten W\u00e4ldern in Deutschland finden wir keine uralten B\u00e4ume und nur wenig Totholz, weil das Holz forstwirtschaftlich genutzt wird. Bei uns d\u00fcrfen die W\u00e4lder alt werden. Dort entnehmen wir in der Regel auch kein Totholz mehr aus der Fl\u00e4che\u201c, erl\u00e4utert die Fachliche Leiterin.<\/p>\n\n\n\n

\"\"
Mit der \u00dcbertragung ins Nationale Naturerbe sollen die teils noch monotonen Nadelholzbest\u00e4nde in der Salzunger Vorderrh\u00f6n zu naturnahen Laubmischw\u00e4ldern entwickelt werden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Waldentwicklung \u00fcber mehrere Jahrzehnte<\/strong><\/p>\n\n\n\n

In der Salzunger Vorderrh\u00f6n sind Nadelb\u00e4ume im Hauptbestand pr\u00e4gend, in der Verj\u00fcngung sind aber bereits viele Buchen vorhanden. \u201eDas zeigt eine gute Entwicklung hin zum Laubmischwald. Wenn wir allerdings nicht eingreifen, haben es die Laubb\u00e4ume schwer, sich zu behaupten und aus dem Unterstand gro\u00df zu werden\u201c, best\u00e4tigt Dr. Heike Schneider<\/strong>, Forstwissenschaftlerin im DBU Naturerbe, die die Forsteinrichtung betreut hat. Um dem Prozessschutz-Ziel n\u00e4her zu kommen, werden in der Salzunger Vorderrh\u00f6n auf rund 1.000 Hektar noch Nadelb\u00e4ume entnommen. So erhalten die vorhandenen Laubb\u00e4ume noch einmal etwas mehr Licht, um ihre Verbreitungschancen zu erh\u00f6hen. Auf einem Gro\u00dfteil der Fl\u00e4che wird die Entwicklung noch \u00fcber mehrere Jahrzehnte dauern, weil zu viele B\u00e4ume gleicher Art und Altersklasse noch lange nicht den Charakter eines naturnahen Laubmischwalds haben. Anschlie\u00dfend werden diese Waldabschnitte ebenfalls sich selbst \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n

Spezielle Waldbilder bleiben pflegeintensiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Wer aber denkt, dass es auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che irgendwann keinen Maschineneinsatz mehr gibt, der irrt. Nicht nur die Verkehrssicherung der Wege sowie die Waldbrandvorsorge erfordern kontinuierliche Arbeit im Naturerbe, sondern auch sogenannte Sonderbewirtschaftungsfl\u00e4chen: Kulturhistorische Waldweiden, Eichenwald-Lebensr\u00e4ume oder naturnahe Waldr\u00e4nder geh\u00f6ren zu den Waldbildern, bei denen dauerhaft Eingriffe zum Erhalt notwendig seien. \u201eEs gibt in der Salzunger Vorderrh\u00f6n rund 25 Hektar Waldr\u00e4nder rund um Wiesen und Gew\u00e4sser wie den Polsambach, die wir gemeinsam mit dem Bundesforst<\/a>betrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge langfristig weiter pflegen werden\u201c, erg\u00e4nzt Schneider.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

\n

Medien & Infos<\/h3>\n\n\n
<\/i><\/div>
J\u00f6rn Kr\u00fcger<\/div>
Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge<\/div><\/div><\/a>
<\/i><\/div>
Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a>
<\/i><\/div>
Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

24 Prozent des Waldes in der Salzunger Vorderrh\u00f6n bereits strukturreich und naturnah<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":143022,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,75,50,3264,71,2463,3049],"class_list":["post-143013","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-salzunger-vorderrhoen","tag-thueringen","tag-wald","tag-waldentwicklung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":143021,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143013\/revisions\/143021"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/143022"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}