{"id":141872,"date":"2025-06-17T09:19:46","date_gmt":"2025-06-17T07:19:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=141872"},"modified":"2025-06-17T09:19:47","modified_gmt":"2025-06-17T07:19:47","slug":"militaerisches-erbe-im-hartmannsdorfer-forst","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/militaerisches-erbe-im-hartmannsdorfer-forst\/","title":{"rendered":"Milit\u00e4risches Erbe im Hartmannsdorfer Forst"},"content":{"rendered":"\n
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Hartmannsdorf. Am ehemaligen Schie\u00dfplatz Wei\u00dfbach in Norden der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hartmannsdorfer<\/a> Forst stehen seit einigen Tagen neue Schilder, die Besucherinnen und Besucher aufgrund des Kampfmittelverdachts vor dem Betreten abseits der Wege warnen. Das DBU Naturerbe als Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer sowie die Gemeinde Hartmannsdorf<\/a> reagieren so auf wiederholte Funde und entsprechende R\u00e4umarbeiten.<\/p>\n\n\n\n Neubewertung aufgrund von Munitionsfunden<\/strong><\/p>\n\n\n\n Der rund 1.900 Hektar gro\u00dfe Hartmannsdorfer Forst diente der Nationalen Volksarmee und nach der Wiedervereinigung der Bundes\u00adwehr als milit\u00e4risches \u00dcbungsgebiet. Auf dem Schie\u00dfplatz im Norden des ehemaligen Standort\u00fcbungsplatzes \u00fcbten Soldatinnen und Soldaten. Nach dem Ende der milit\u00e4rischen Nutzung wurde die Bodenoberfl\u00e4che des Schie\u00dfplatzes komplett von Munition und Munitionsteilen ber\u00e4umt. Heute beweiden Schafe und Ziegen den ehemaligen Schie\u00dfplatz. \u201eLeider haben Unbekannte in den vergangenen Jahren immer wieder Munitionsteile freigelegt und vor Ort liegen lassen\u201c, erl\u00e4utert Christfried Nicolaus<\/strong>, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Hartmannsdorf. Der landeseigene Munitionsbergungsdienst musste mehrfach anr\u00fccken und Munitionsteile ber\u00e4umen. Um diesen Aufwand in Zukunft zu minimieren, und weil durch die illegalen Grabungen deutlich wurde, dass noch ein Restrisiko f\u00fcr die Allgemeinheit besteht, folgt die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in enger Abstimmung mit der Gemeinde Hartmannsdorf der Anregung des Munitionsbergungsdienstes, die Warnschilder aufzustellen. Entlang des Weges durch den ehemaligen Schie\u00dfplatz kennzeichnen zudem rot markierte Pfosten die Gefahrenbereiche. \u201eWir freuen uns \u00fcber Besucherinnen und Besucher, die auf unserer Fl\u00e4che die Natur genie\u00dfen, bitten aber darum, auf den freigegebenen Wegen zu bleiben und Hunde an der Leine zu f\u00fchren\u201c, betont Marius Keite<\/strong>, Prokurist im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n Hartmannsdorfer Forst als Teil des Nationalen Naturerbes<\/strong><\/p>\n\n\n\n Das DBU Naturerbe verantwortet den Naturschutz auf 66 \u00fcberwiegend ehemaligen Milit\u00e4rfl\u00e4chen mit rund 70.000 Hektar in zehn Bundesl\u00e4ndern \u2013 so auch f\u00fcr den Hartmannsdorfer Forst. Der Bund verzichtete seit 2005 auf den Verkauf ausgew\u00e4hlter, wertvoller Naturfl\u00e4chen im Bundeseigentum und hat bislang rund 164.000 Hektar stattdessen dem Naturschutz gewidmet und einen Gro\u00dfteil an Stiftungen, Naturschutzverb\u00e4nde oder Bundesl\u00e4nder \u00fcbertragen. Zum Nationalen Naturerbe z\u00e4hlen ehemals milit\u00e4risch genutzte Gebiete, Fl\u00e4chen entlang der fr\u00fcheren innerdeutschen Grenze, Treuhandareale und stillgelegte Braunkohletagebaue. Im DBU Naturerbe sollen offene Lebensr\u00e4ume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, W\u00e4lder m\u00f6glichst ohne menschlichen Eingriff ihrer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen, strukturarme Forste zu naturnahen W\u00e4ldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gew\u00e4sser \u00f6kologisch aufgewertet oder erhalten werden. Zudem m\u00f6chte die DBU-Stiftungstochter Menschen f\u00fcr die heimische Natur begeistern.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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