  {"id":141545,"date":"2025-06-06T09:25:57","date_gmt":"2025-06-06T07:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=141545"},"modified":"2025-06-06T09:25:58","modified_gmt":"2025-06-06T07:25:58","slug":"duschwasser-zum-giessen-gruener-stadtoasen-senkt-hitzegefahr","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/duschwasser-zum-giessen-gruener-stadtoasen-senkt-hitzegefahr\/","title":{"rendered":"Duschwasser zum Gie\u00dfen gr\u00fcner Stadtoasen senkt Hitzegefahr"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p><a><strong> <\/strong><\/a>Osnabr\u00fcck. Wie k\u00f6nnen St\u00e4dte trotz knapper Wasserressourcen gr\u00fcne Oasen erhalten? Ein Forschungsteam, koordiniert von der <a href=\"https:\/\/www.uni-weimar.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar<\/a>, hat mit finanzieller Unterst\u00fctzung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) eine innovative Nutzung von Regen- und Grauwasser entwickelt. Das Ergebnis: Aufbereitetes Grauwasser aus Waschbecken, Duschen, Badewannen und K\u00fcchen leistet einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Bew\u00e4sserung von Gr\u00fcn- und Freifl\u00e4chen im urbanen Wohnumfeld. Eine infrastrukturelle Anpassung sowie intelligente Speicher- und Regelungskonzepte machen die Ressourcen effizient und bedarfsgerecht verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-innowater-3zu2-anastasiia-stockadobe-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-141549\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-innowater-3zu2-anastasiia-stockadobe-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-innowater-3zu2-anastasiia-stockadobe-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-innowater-3zu2-anastasiia-stockadobe-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lebenswichtig: st\u00e4dtische Begr\u00fcnung zur Minimierung von Hitzeauswirkungen. Aufbereitetes Grauwasser aus Waschbecken, Duschen, Badewannen und K\u00fcchen leistet einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Bew\u00e4sserung.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Umweltbundesamt: 2023 und 2024 jeweils rund 3.000 hitzebedingte Todesf\u00e4lle in Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Klimawandel ist eine zentrale Herausforderung auch im Gesundheitsbereich: Dem <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/publikationen\/das-weiterentwicklung-harmonisierung-des-indikators\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt (UBA)<\/a> zufolge gab es in den Sommern 2023 und 2024 jeweils etwa 3.000 hitzebedingte Todesf\u00e4lle in Deutschland. K\u00fcnftig sei mit einem Anstieg zu rechnen. Davor hat am Mittwoch auch der <a href=\"https:\/\/hitzeaktionstag.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bundesweite Hitzeaktionstag<\/a> gewarnt. Die Attributions-Forschung rund um ein internationales Team der <a href=\"https:\/\/www.worldweatherattribution.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>World-Weather-Attribution (WWA)<\/em>-Initiative<\/a> hat \u00fcberdies <a href=\"https:\/\/www.worldweatherattribution.org\/heat-action-day-report-climate-change-and-the-escalation-of-global-extreme-heat-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in einer vor wenigen Tagen vorgelegten Studie<\/a> die Zusammenh\u00e4nge zwischen menschengemachter Klimakrise und globaler Extremhitze dargelegt \u2013 inklusive der lebensbedrohlichen Gefahren besonders f\u00fcr Alte, Kranke und Schwangere. <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/forscherin-macht-klimakrise-konkret\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>WWA<\/em>-Mitgr\u00fcnderin Prof. Dr. Friederike Otto wurde 2023 f\u00fcr ihre Forschungsleistungen mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU<\/a> ausgezeichnet. Laut <em>WWA<\/em> war 2024 demnach im globalen Durchschnitt das hei\u00dfeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und: Die H\u00e4lfte der Menschheit \u2013 also rund vier Milliarden Menschen \u2013 haben im Vergleich zu einer Welt ohne Klimawandel von Mai 2024 bis Mai 2025 etwa 30 zus\u00e4tzliche Hitzetage erlebt. DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde: \u201eWir m\u00fcssen diese Erkenntnisse sehr ernst nehmen. Stadtplanung ben\u00f6tigt vollkommen neue Parameter: weniger Beton und Asphalt, mehr Schutz, Schatten und gr\u00fcne Oasen. Das ist lebenswichtig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a>Hitzebedingte Sterblichkeit in St\u00e4dten h\u00f6her als in l\u00e4ndlichen Gebieten<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dem Umweltbundesamt zufolge ist in St\u00e4dten die hitzebedingte Sterblichkeit wegen sogenannter W\u00e4rmeinseln h\u00f6her als in l\u00e4ndlichen Gebieten.&nbsp; \u201eWir brauchen mehr st\u00e4dtische Begr\u00fcnungen, um die Auswirkungen solcher Hitzeinseln zu minimieren\u201c, so Bonde. Ein solches Ziel trotz begrenzter Wasserressourcen wird also eine Zukunftsaufgabe besonders f\u00fcr St\u00e4dte und Kommunen. Doch die urbane Vegetation ist immer h\u00e4ufiger auf eine Bew\u00e4sserung angewiesen, um ihre Funktionen im Zuge der <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/klimaanpassungsstrategie-2024-2324828\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klimaanpassungsstrategie<\/a> zu gew\u00e4hrleisten. Bonde: \u201eDie Nutzung von Grauwasser bietet sich als eine L\u00f6sung an: Das schont zugleich den Frisch- und Trinkwasserverbrauch und st\u00e4rkt die Widerstandsf\u00e4higkeit von St\u00e4dten gegen Klimawandelfolgen.\u201c Das DBU-gef\u00f6rderte Projekt zeigt, wie es funktionieren kann: Gebrauchtes Wasser aus Waschbecken, Duschen, Badewannen und K\u00fcchensp\u00fclen wurde zun\u00e4chst gereinigt, dann mit Regenwasser gemischt und k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig in einem Modellquartier in Dortmund f\u00fcr die effiziente Bew\u00e4sserung von Gr\u00fcnfl\u00e4chen umgesetzt werden. Bonde: \u201eWir m\u00fcssen Wasser viel mehr wertsch\u00e4tzen und behutsamer damit umgehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Intelligente Steuerung regelt Wasserzufuhr pr\u00e4zise nach Bedarf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Projektkonsortium mit Fachkenntnissen aus Wohnungs- und Gartenbau, Wasserwirtschaft, Bew\u00e4sserungstechnik sowie k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) und Gesundheit hat im Zuge des Projekts ein Wassermanagement entwickelt, das dezentrale, anpassungsf\u00e4hige und KI-gest\u00fctzte Systeme integriert. Projektleiter <a href=\"https:\/\/www.uni-weimar.de\/de\/bau-und-umwelt\/professuren\/siedlungswasserwirtschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier<\/a> von der Bauhaus-Universit\u00e4t Weimar: \u201eDie Steuerzentrale erm\u00f6glicht eine bedarfsgerechte Bew\u00e4sserung: Sie misst kontinuierlich die Bodenfeuchte und steuert die Wasserzufuhr pr\u00e4zise nach Bedarf.\u201c Dadurch erfolge eine schnellere Reaktion auf Ver\u00e4nderungen in der Umwelt und den Gr\u00fcnanlagen \u2013 dezentral direkt vor Ort. Digitalisierung sei entscheidend f\u00fcr die effiziente Wassernutzung. Beier: \u201eK\u00fcnstliche neuronale Netze helfen bei Datenanalyse und zur Fehlererkennung, -isolierung und -behebung von Defekten mittels Sensoren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Modellquartier \u201eBergmannsgr\u00fcn\u201c in Dortmund \u2013 Internationale Gartenausstellung 2027<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Beier erfolgt eine physikalische, chemische und mikrobiologische Analyse der Grauwasserqualit\u00e4t. Zudem werden das gereinigte Grauwasser aus Haushalten sowie das Regenwasser von Dachfl\u00e4chen in einem Zwischenspeicher geb\u00fcndelt. Beier: \u201eDer Zwischenspeicher dient als Reservoir f\u00fcr die Bew\u00e4sserung und als saisonaler W\u00e4rmespeicher.\u201c Bewohnerinnen und Bewohner sollen aktiv in den Prozess der Grauwassernutzung eingebunden und \u00fcber Ziele, Vorteile und technischen Aspekte der Grauwassernutzung informiert werden. \u201eDas erh\u00f6ht den lokalen Mehrwert und die gesellschaftliche Akzeptanz\u201c, so Beier. Als Untersuchungsgebiet diente das <a href=\"https:\/\/www.vivawest.de\/bergmannsgruen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Modellquartier \u201eBergmannsgr\u00fcn\u201c<\/a> der Firma <a href=\"https:\/\/www.vivawest.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vivawest Wohnen<\/a> in Dortmund-Huckarde, das im Kontext der <a href=\"https:\/\/www.iga2027.ruhr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027<\/a> entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Handlungsempfehlungen f\u00fcr Bauwillige und Stadtplanung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Forschungsergebnisse des Projekts sollen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden. Dazu DBU-Fachreferentin Sabine Djahanschah: \u201eDas innovative Projekt und der entwickelte Leitfaden f\u00fcr Bauwillige und Stadtplanung liefern wegweisende Impulse f\u00fcr eine klimaangepasste Stadtentwicklung.\u201c Dieser enth\u00e4lt Handlungsempfehlungen zur Implementierung von Grauwassernutzungssystemen in urbanen Gr\u00fcnanlagen und zur Integration von Sensortechnologien in das Wassermanagement. Kooperiert haben das <a href=\"https:\/\/www.tuhh.de\/idab\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Institut f\u00fcr Digitales und Autonomes Bauen<\/a> der Technischen Universit\u00e4t Hamburg, die <a href=\"http:\/\/www.hshl.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochschule Hamm-Lippstadt<\/a>, das Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.hvg-mbh.de\/unternehmen\/portrait\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HVG Gr\u00fcnfl\u00e4chenmanagement<\/a> sowie das <a href=\"http:\/\/www.jena-geos.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ingenieurb\u00fcro JENA-GEOS<\/a>. Hier geht es zum Leitfaden: <a href=\"https:\/\/zenodo.org\/records\/15600952\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wasserwende im Wohnungsbau<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei fachlichen Fragen: AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38351-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">38351\/01<\/a>; Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier, Tel. +49 3643 584 658<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-9c0e0af9-8b5c-4aa6-b38b-6ebf971ede56' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-9c0e0af9-8b5c-4aa6-b38b-6ebf971ede56' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href="\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=W9iFLf%2BG6H7%2FOm6nbwicpQB78g%2BZQvtHkrd8ybKm8NU%3D"><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Prof. Dr.-Ing. Silvio Beier<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Projektleitung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-9c0e0af9-8b5c-4aa6-b38b-6ebf971ede56' class='dbu-icon  ' href="https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-innowater-2.pdf"><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-9c0e0af9-8b5c-4aa6-b38b-6ebf971ede56' class='dbu-icon  ' href="https:\/\/zenodo.org\/records\/15600952" target='_blank'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-link'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Leitfaden<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Wasserwende im Wohnungsbau<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modellquartier mit Steuerzentrale &#8211; DBU f\u00f6rdert<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":141549,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-141545","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/141545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/141545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":141561,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/141545\/revisions\/141561"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/141549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}