{"id":130649,"date":"2025-02-13T08:56:28","date_gmt":"2025-02-13T07:56:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=130649"},"modified":"2025-02-13T08:56:28","modified_gmt":"2025-02-13T07:56:28","slug":"mehrwegallianz-will-ex-und-hopp-behaelter-stoppen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/mehrwegallianz-will-ex-und-hopp-behaelter-stoppen\/","title":{"rendered":"Mehrwegallianz will Ex-und-Hopp-Beh\u00e4lter stoppen"},"content":{"rendered":"\n
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Weniger M\u00fcll in Mainz: Die Stadt machte mit ihrer Kampagne \u201eM\u00fcll nicht rum\u201c auf das Projekt \u201eMehrweg-Modell-Stadt\u201c aufmerksam. R\u00fcckgabe-S\u00e4ulen im Stadtgebiet bieten die M\u00f6glichkeit, die Mehrweg-Varianten der To Go<\/em>-Beh\u00e4lter wieder in den Konsum-Kreislauf zu bringen \u2013 statt Becher und Verpackungen lediglich als Abfall zu entsorgen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Osnabr\u00fcck. Bislang gleicht der To Go<\/em>-Verkauf mit seinen Ex-und-Hopp-Beh\u00e4ltern f\u00fcr Speisen und Getr\u00e4nke eher einer Einbahnstra\u00dfe und verursacht riesige M\u00fcllberge. Die Âé¶¹´«Ã½ (DBU) geht mit von ihr gef\u00f6rderten Projekten in eine neue Richtung: To go<\/em> soll f\u00fcr mehr Umweltschutz zum Mehrweg-Modell werden \u2013 und das Wiederverwenden von Verpackungen Vorrang haben. \u201eMit der bundesweiten akteurs\u00fcbergreifenden Allianz haben Mehrweg-Alternativen die Chance, zum Standard im To-Go<\/em>-Sektor zu werden\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde<\/strong>. Die DBU f\u00f6rderte das Projekt \u201emehrweg.einfach.machen\u201c<\/a> sowie zwei damit verbundene praxisorientierte Modellvorhaben mit insgesamt rund 575.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n

Ein \u201eechter Booster\u201c f\u00fcr Mehrwegl\u00f6sungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Mit der Angebotspflicht f\u00fcr Mehrweg-Produkte wurden in Deutschland gesetzliche Vorgaben im Au\u00dfer-Haus-Verzehr geschaffen. Restaurants, Superm\u00e4rkte und Tankstellen m\u00fcssen seitdem ihren Kundinnen und Kunden eine Mehrweg-Alternative f\u00fcr Einwegverpackungen bei mitnehmbaren Speisen und Getr\u00e4nken anbieten. Das Ziel: Wegwerfware wie Kaffeebecher oder Schalen zum Mitnehmen deutlich zu verringern. Die Umsetzung braucht aber Zeit. Denn das zus\u00e4tzliche Angebot von Mehrwegbeh\u00e4ltern sei ein Kraftakt f\u00fcr einzelne Unternehmen und Kommunen, so Bonde. \u201eDurch das Projekt gibt es jetzt jedoch eine leistungsstarke Allianz in Deutschland f\u00fcr akteurs\u00fcbergreifende L\u00f6sungen und eine breite Umsetzung\u201c, sagt der DBU-Generalsekret\u00e4r. Die Allianz sei ein \u201eechter Booster\u201c f\u00fcr Mehrwegl\u00f6sungen, so Bonde. Und weiter: \u201eBetriebe, die auf Mehrweg setzen, k\u00f6nnen ein Umdenken beschleunigen.\u201c Die Federf\u00fchrung der Allianz liegt bei der gemeinn\u00fctzigen Organisation \u201eProjectTogether<\/a>\u201c<\/em> in Kooperation mit dem Mehrwegverband Deutschland<\/a> und der Umweltorganisation WWF<\/a>. Die Schirmherrschaft hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke <\/strong>\u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n

Umsetzung pragmatisch angehen \u2013 Mehrwegquoten steigern<\/strong><\/p>\n\n\n\n

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Mehrweg statt M\u00fcll: Unter Federf\u00fchrung der Stiftung ReFrastructure hat ein Projektteam (Bild) in der Stadt Haar bei M\u00fcnchen ein Modellvorhaben mit DBU-F\u00f6rderung initiiert, bei dem das \u201eReturn Anywhere<\/em>\u201c-Prinzip erfolgreich getestet wurde \u2013 also die R\u00fcckgabe von Beh\u00e4ltern oder Verpackungen an verschiedenen Orten.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Im Jahr 2023 wurden bundesweit etwa 14,6 Milliarden Einwegverpackungen vertrieben, eine Milliarde mehr als 2022. Das ergab eine WWF-Studie<\/a> im Zuge des Projekts. Im gleichen Zeitraum ist die Mehrwegquote nur geringf\u00fcgig gestiegen: Von 0,7 Prozent (2022) auf 1,6 Prozent (2023) \u2013 bei Getr\u00e4nken von 4,1 auf 7 Prozent und bei Speisen von 0,1 auf 0,3 Prozent. Um dem Mehrweg Aufwind zu verleihen, wurden aus der Umsetzungsallianz \u201emehrweg.einfach.machen\u201c heraus verschiedene praxisnahe Ma\u00dfnahmen initiiert. Ein Beispiel: \u201eAcht Systemgastronomien nahmen an einem deutschlandweiten Experiment teil. In mehr als 850 Filialen wurden Verbraucherinnen und Verbraucher auf unterschiedliche Weise animiert, Mehrweg zu nutzen\u201c, sagt Vanessa Esslinger<\/strong>, welche die Allianz seitens ProjectTogether<\/em> leitet. Wissenschaftlich begleitet wurde das Vorhaben durch die Leuphana Universit\u00e4t<\/a> und den Data Scientists scieneers. Ein Ergebnis: \u201eDie Experimente haben gezeigt, dass Mehrwegquoten sogar in kurzer Zeit gesteigert werden k\u00f6nnen\u201c, so die Projektleiterin. Eine M\u00f6belhaus-Kette etwa hob die Mehrwegquote im Experimentierzeitraum von Mai bis Dezember 2023 um 24 Prozent. Eine \u00dcbersicht, welche unterschiedlichen Projekte und Ma\u00dfnahmen aus der Allianz heraus angesto\u00dfen wurden, finden Sie h<\/a>i<\/a>er<\/a>.<\/p>\n\n\n\n

Mainz und Wiesbaden sagen \u00fcbervollen M\u00fclleimern den Kampf an<\/strong><\/p>\n\n\n\n

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Neue Richtung f\u00fcrs To Go<\/em>-Gesch\u00e4ftsmodell: Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef\u00f6rderte deutschlandweite Allianz \u201emehrweg.einfach.machen\u201c hilft, kluge Ideen umzusetzen. Das Projekt \u201eMehrweg-Modell-Stadt\u201c (Bild) bietet zum Beispiel To Go<\/em>-Becher als Mehrweg-Variante an.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n

Zwei seitens der DBU gef\u00f6rderte Vorhaben zeigen, dass und wie ein Mehrwegangebot gelingt: In Innenst\u00e4dten f\u00fchrt Wegwerfware wie Kaffeebecher-To-Go oft zu \u00fcbervollen Abfallbeh\u00e4ltern. Um das zu stoppen, wurde in Wiesbaden und Mainz mit der Initiative Reusable To-Go<\/em> der Beratungsfirma Conet Solutions<\/a> ein anbieter\u00fcbergreifendes R\u00fcckgabesystem f\u00fcr Mehrwegbecher mit etablierten Logistik-, Reinigungs- und Abrechnungsunternehmen in einem Modellversuch getestet. Beteiligt waren sieben Unternehmen mit insgesamt 92 Ausgabe- und R\u00fccknahmestellen sowie ein etablierter Reinigungsbetrieb und zwei Transportfirmen. Auf rheinland-pf\u00e4lzischer Seite machte die Kampagne \u201eM\u00fcll nicht rum\u201c auf das Projekt aufmerksam, auf hessischer Seite gab es einen Aktionstag mit \u201eSauberhaftes Hessen\u201c, einer Bildungsinitiative f\u00fcr Abfallvermeidung. \u201eEin solches Projekt ist ohne Partner in der lokalen Wirtschaft nicht m\u00f6glich\u201c, sagt Dr. Robert Reiche <\/strong>von Conet Solutions<\/em>. Und weiter: \u201eIn der Initiative Reusable To-Go <\/em>sind mittlerweile mehr als 40 Unternehmen engagiert. Im Projekt waren elf Unternehmen vor Ort eingebunden.\u201c Ein Modell auch f\u00fcr andere Kommunen, so Reiche: \u201eWir stellen in verschiedenen St\u00e4dten die Projektergebnisse vor\u201c, so der Mehrwegexperte. Nach seinen Angaben ist das Konzept sofort bundesweit umsetzbar. \u201eGleichzeitig arbeiten wir in Freiburg an der Umsetzung des Konzeptes in Verbindung mit der Einf\u00fchrung einer kommunalen Verpackungssteuer\u201c, so Reiche. Erst k\u00fcrzlich hat das Bundesverfassungsgericht eine Verpackungssteuer nach T\u00fcbinger Modell f\u00fcr rechtens erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n

Stadt Haar bei M\u00fcnchen: Wie Mehrweg durch gemeinsame Strategie gelingt<\/strong><\/p>\n\n\n\n

Die Stiftung ReFrastructure<\/em><\/a> wiederum hat in der 23.000 Einwohner-Stadt Haar bei M\u00fcnchen gemeinsam mit den Mehrwegsystemanbietern Recircle, Recup und Relevo die anbieter\u00fcbergreifende R\u00fccknahme von Mehrwegbeh\u00e4ltern getestet. Gastronomiebetriebe und B\u00e4ckereien in Haar nahmen die Mehrwegbeh\u00e4lter aller oben genannten Anbieter und alle Gebindeformen wie Becher, Bowl oder Pizzabeh\u00e4ltnis zur\u00fcck, was die R\u00fcckgabe erheblich erleichterte. Erm\u00f6glicht wurde dies durch eine digitale Infrastruktur, durch welche auch eine professionelle Reinigung und Logistik eingebunden wurde. Um neben dem Angebot auch die Nachfrage zu stimulieren, wurden die B\u00fcrger \u00fcber die Kampagne \u201eHaar geht den Mehrweg\u201c \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le informiert und sensibilisiert. Unter anderem wurde an einem zentralen R\u00fcckgabeort f\u00fcr Mehrweggebinde eine Ausstellung eingerichtet, in der sich rund 700 Besucher \u00fcber Kreislaufwirtschaft und Mehrwegsysteme informierten. \u201eDie Stiftung hat schlie\u00dflich deutschland- und europaweit das erste system\u00fcbergreifende Pilotprojekt initiiert und mittlerweile internationale Branchenbekanntheit erlangt\u201c, sagt DBU-Fachreferentin Dr. Melanie Kr\u00f6ger<\/strong>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Medien & Infos<\/h3>\n\n\n
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Vanessa Esslinger<\/div>
ProjectTogether gGmbH<\/div><\/div><\/a>
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Dr. Robert Reiche<\/div>
CONET Solutions GmbH<\/div><\/div><\/a>
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Tilmann Walz<\/div>
ReFrastructure \u2013 Stiftung f\u00fcr digitale Mehrweginfrastruktur gGmbH<\/div><\/div><\/a>
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Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

DBU f\u00f6rderte Umsetzung und regionale Praxis-Projekte<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":130668,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[57,2477,47,2531,51],"class_list":["post-130649","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-bayern","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-nachhaltigkeit","tag-ressourcenschonung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130676,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130649\/revisions\/130676"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}