{"id":128627,"date":"2024-11-11T08:37:25","date_gmt":"2024-11-11T07:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&p=128627"},"modified":"2024-11-11T08:37:26","modified_gmt":"2024-11-11T07:37:26","slug":"platz-machen-fuer-laubbaeume","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/platz-machen-fuer-laubbaeume\/","title":{"rendered":"Platz machen f\u00fcr Laubb\u00e4ume"},"content":{"rendered":"\n
Sternberg. Heimischen Laubbaumarten unter die Arme greifen und Naturw\u00e4lder von morgen entwickeln \u2013 das hat das DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Kaarzer Holz<\/a> vor. \u201eDaf\u00fcr wird ein Forstunternehmen in verschiedenen Waldbest\u00e4nden Kiefern, L\u00e4rchen und Fichten f\u00e4llen \u2013 eine Naturschutzma\u00dfnahme, die auf den ersten Blick nicht so wirken mag. Doch jeder so freigestellte Laubbaum verbessert die Chance, dass junge Buchen, Eichen oder Birken nachwachsen\u201c, erkl\u00e4rt Susanne Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n Buchen und Eichen brauchen Licht und Raum<\/strong><\/p>\n\n\n\n In dieser Woche beginnen weitere Waldentwicklungsma\u00dfnahmen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Kaarzer Holz etwa 20 Kilometer \u00f6stlich von Schwerin: Ein beauftragtes Forstunternehmen wird mithilfe von schweren Maschinen Holz einschlagen. \u201eWir wollen die vorherrschenden Nadelholzbest\u00e4nde auflockern, damit die Laubb\u00e4ume mehr Licht bekommen und sich ihr Anteil erh\u00f6ht. So kann sich ein naturnaher Wald entwickeln, den wir nach und nach sich selbst \u00fcberlassen\u201c, erkl\u00e4rt Revierleiter Ulrich Dohle <\/strong>vom Bundesforst<\/a>betrieb Trave. Im Auftrag des DBU Naturerbes betreut er die Fl\u00e4che vor Ort. In verschiedenen Waldbereichen finden derzeit bis voraussichtlich Ende Februar Ma\u00dfnahmen statt, bei denen vor allem Kiefern, L\u00e4rchen und Fichten eingeschlagen, an die Forstwege gebracht und dort gestapelt werden. Um Spazierg\u00e4ngerinnen und Spazierg\u00e4nger nicht zu gef\u00e4hrden, werden die betroffenen Wege f\u00fcr die Zeit der Holzf\u00e4llarbeiten abgesperrt. Au\u00dferhalb dieser Waldst\u00fccke k\u00f6nnen Besucher gewohnt spazieren gehen. Waldwege, die durch die Maschinen belastet werden, werden im Anschluss wieder in Stand gesetzt.<\/p>\n\n\n\n Waldentwicklung f\u00fcr einen \u201eNaturwald von morgen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n Die rund 2.700 Hektar gro\u00dfe DBU-Naturerbefl\u00e4che Kaarzer Holz wurde ehemals forstwirtschaftlich genutzt, bevor sie die Stiftungstochter ab 2013 vom Bund \u00fcbernahm und dem Naturschutz widmete. Die Fl\u00e4che ist zu 90 Prozent von einem unzerschnittenen Waldgebiet bedeckt. \u00dcber 670 Hektar sind schon jetzt so naturnah, strukturreich und von den Baumarten gut durchmischt, dass dort keine Waldentwicklungsma\u00dfnahmen mehr n\u00f6tig sind. \u201eDen anderen Waldbereichen helfen wir f\u00fcr mehr Strukturvielfalt durch Waldarbeiten auf die Spr\u00fcnge. So verk\u00fcrzen wir die Zeitr\u00e4ume zur Entwicklung eines naturnahen Laubmischwaldes. In den kommenden 20 Jahren k\u00f6nnen voraussichtlich weitere 840 Hektar sich selbst \u00fcberlassen werden\u201c, erkl\u00e4rt Belting. Dazu geh\u00f6rt die behutsame Entnahme von nicht standortheimischen Arten wie Fichte, die Schaffung von kleinen Lichtinseln im Wald und die Regulierung der Wildbest\u00e4nde zur F\u00f6rderung der Naturverj\u00fcngung. Damit flankiert das DBU Naturerbe ein Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt, indem f\u00fcnf Prozent der deutschen Waldfl\u00e4che einer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen werden sollen.<\/p>\n\n\n\n Totholz f\u00fcr lebendige Vielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n Anders als in Wirtschaftsw\u00e4ldern wollen DBU Naturerbe und Bundesforst neben den heimischen Baumarten auch besonders knorrige und krumme B\u00e4ume sch\u00fctzen und freistellen. Sie bieten spezialisierten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die Totholz als Lebensraum brauchen, wertvollen Lebensraum. \u201eTotholz ist Lebensgrundlage f\u00fcr Insekten, Pilze, Moose und Flechten und in Astl\u00f6chern und Nischen finden beispielsweise V\u00f6gel und andere Kleintiere ihre Bruth\u00f6hlen\u201c, sagt Dohle.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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