{"id":5843,"date":"2023-03-09T16:36:31","date_gmt":"2023-03-09T15:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/elbwiesen-ostemuendung\/"},"modified":"2024-03-07T22:03:34","modified_gmt":"2024-03-07T21:03:34","slug":"elbwiesen-ostemuendung","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/elbwiesen-ostemuendung\/","title":{"rendered":"Elbwiesen Ostem\u00fcndung"},"content":{"rendered":"

DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n
\n

Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung setzt sich aus drei voneinander getrennten Teilfl\u00e4chen (Belum, Hullen und Allw\u00f6rden) zusammen, die sowohl innerhalb als auch au\u00dferhalb des Elbdeichs liegen und von Feucht- und Salzwiesen sowie Gr\u00fcnland bedeckt sind. Die Fl\u00e4chen sind insgesamt 706 Hektar gro\u00df und liegen in Niedersachsen s\u00fcdlich von Brunsb\u00fcttel am S\u00fcdufer der Elbe zwischen Otterndorf und Freiburg (Elbe).<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

\n

Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n

Die DBU-Naturerbefl\u00e4che ist als Feuchtgebiet ein wichtiger Lebensraum f\u00fcr eine Vielzahl von Wasser- und Watv\u00f6geln und als Vogelschutzgebiet mit den angrenzenden Bereichen von internationaler Bedeutung. Auf dem Areal rasten und br\u00fcten zahlreiche Vogelarten. Dazu geh\u00f6ren Uferschnepfe (Limosa limosa), Kiebitz (Vanellus vanellus), Rotschenkel (Tringa totanus), Fluss-Seeschwalbe (Sterna hirundo), S\u00e4belschn\u00e4bler (Recurvirostra avosetta), Austernfischer (Haematopus ostralegus), Gro\u00dfer Brachvogel (Numenius arquata), Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria), Wachtelk\u00f6nig (Crex crex), Wei\u00dfwangengans (Branta leucopsis) und Graugans (Anser anser). Sie finden im Watt sowie auf den Salz- und Feuchtwiesen Nahrung in H\u00fclle und F\u00fclle.
Vor dem Deich liegen gro\u00dffl\u00e4chige Schlickwatten und Salzwiesen, die dem Einfluss der Gezeiten unterliegen. Die Gr\u00fcnfl\u00e4chen vor und hinter dem Deich werden nur noch extensiv landwirtschaftlich genutzt, damit Zugv\u00f6gel hier ungest\u00f6rt rasten und Brutv\u00f6gel erfolgreich ihren Nachwuchs aufziehen k\u00f6nnen. Das Gr\u00fcnland wird binnendeichs f\u00fcr bodenbr\u00fctende Vogelarten optimiert. Wiesenbr\u00fcter bevorzugen als Lebensraum eine Kombination von trockenen, feuchten und nassen Standorten. Daher wird Niederschlagswasser, das sich in den Gr\u00e4ben sammelt, nicht wie sonst \u00fcblich zeitnah abgeleitet. Im Bedarfsfall wird durch windbetriebene Pumpen sogar Wasser zugef\u00fchrt. Die Fl\u00e4chen werden mit Rindern extensiv beweidet und erst gem\u00e4ht, nachdem die Wiesenbr\u00fcter die Aufzucht beendet haben. Im Fr\u00fchsommer dominiert auf weiten Fl\u00e4chen der gelbbl\u00fchende Gro\u00dfe Klappertopf (Rhinanthus angustifolius) das Landschaftsbild. Ein typischer Bewohner der Feuchtwiesen ist der selten gewordene Sardische Hahnenfu\u00df (Ranunculus sardous). Die DBU-Naturerbefl\u00e4che \u00fcberschneidet sich mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet \u201eUnterelbe\u201c, mehreren Naturschutzgebieten sowie dem Vogelschutzgebiet \u201eUnterelbe\u201c.<\/p>\n\n\n\n

Zur Geschichte<\/h3>\n\n\n\n

Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Elbwiesen Ostem\u00fcndung ist eine der wenigen Naturerbefl\u00e4chen, die in der Vergangenheit nicht milit\u00e4risch genutzt wurden. Sie wird seit vielen Jahren landwirtschaftlich genutzt. 2001 wurden die Fl\u00e4chen durch das Wasser-und Schifffahrtsamt Hamburg von Privateigent\u00fcmern erworben, um die im Zuge der Elbvertiefung im Jahr 2000 entstandenen Beeintr\u00e4chtigungen in der Natur zu kompensieren. Sp\u00e4ter wurde das Areal an die Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BImA) \u00fcbergeben und im Jahr 2010 an die DBU Naturerbe GmbH \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n