{"id":5834,"date":"2023-03-09T16:36:30","date_gmt":"2023-03-09T15:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/goitzsche\/"},"modified":"2025-07-01T08:34:05","modified_gmt":"2025-07-01T06:34:05","slug":"goitzsche","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/goitzsche\/","title":{"rendered":"Goitzsche"},"content":{"rendered":"

DBU-Naturerbefl\u00e4che Goitzsche<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n
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Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Goitzsche ist rund 1018 Hektar gro\u00df und liegt s\u00fcd\u00f6stlich von Bitterfeld im ehemaligen Tagebaugel\u00e4nde.<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n

Auch heute noch wird das Landschaftsbild auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Goitzsche von den ehemaligen Tagebauaktivit\u00e4ten gepr\u00e4gt. Auf der einst \u00f6den Tagebaufl\u00e4che ist eine abwechslungsreiche Landschaft mit einer Vielzahl von Lebensr\u00e4umen und einer gro\u00dfen Artenvielfalt entstanden. Wald, Offenland sowie Feuchtgebiete und Gew\u00e4sser wechseln sich kleinr\u00e4umig ab. Infolge der Wiederaufforstung bedecken heute lichte, junge W\u00e4lder einen Gro\u00dfteil der aufgesch\u00fctteten Halden. Die Restl\u00f6cher des Tagebaus sind mit Grund- und Oberfl\u00e4chenwasser gef\u00fcllt und die offenen Wasserfl\u00e4chen sowie die vielgestaltigen Uferbereiche sind eine Voraussetzung f\u00fcr die Entstehung des gro\u00dfen Artenreichtums. So hat sich auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che beispielsweise der Fischadler (Pandion haliaetus) angesiedelt. Auf ehemaligen Strommasten wurden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn Nisthilfen angebracht. Weitere \u00dcberbleibsel des Bergbaus sind Rohbodenfl\u00e4chen, auf denen spezialisierte Pionierarten siedeln, wie die Blaufl\u00fcgelige \u00d6dlandschrecke (Oedipoda caerulescens). Die wenigen verbliebenen offenen Vegetationsfl\u00e4chen wie im Bereich des ehemaligen Feldflugplatzes Holzwei\u00dfig werden durch regelm\u00e4\u00dfige Mahd vor dem Zuwachsen mit Geh\u00f6lzen bewahrt.
Teile der Landschaft auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Goitzsche unterliegen einer dynamischen Ver\u00e4nderung, da der Regen tiefe Erosionsrinnen in den Rohboden modelliert. Gemeinsam mit der benachbarten \u00bbWildnisfl\u00e4che\u00ab des BUND bildet die DBU-Naturerbefl\u00e4che eine 2 500 Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che, die f\u00fcr den Naturschutz gesichert ist.<\/p>\n\n\n\n

Historisch<\/h3>\n\n\n\n

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf der Fl\u00e4che bis 1991 im Tagebau Braunkohle gef\u00f6rdert. Die mit Abraum aufgesch\u00fctteten Gebiete wurden wieder aufgeforstet und forstwirtschaftlich genutzt. Von 1976 bis 1990 unterhielt zudem die Nationale Volksarmee auf \u00bbausgekohlten\u00ab Bereichen ein Ausbildungszentrum mit einem Panzer\u00fcbungsgel\u00e4nde und einem Schie\u00dfplatz. Von 1991 bis 1993 \u00fcbernahm die Bundeswehr die Fl\u00e4che. Anschlie\u00dfend wurde sie bis zur \u00dcbertragung an die DBU Naturerbe GmbH im Jahr 2014 forstwirtschaftlich genutzt.<\/p>\n\n\n\n