{"id":5832,"date":"2023-03-09T16:36:30","date_gmt":"2023-03-09T15:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/beienroder-holz\/"},"modified":"2024-03-07T22:21:29","modified_gmt":"2024-03-07T21:21:29","slug":"beienroder-holz","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/beienroder-holz\/","title":{"rendered":"Beienroder Holz"},"content":{"rendered":"
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DBU-Naturerbefl\u00e4che Beienroder Holz<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n
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Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Beienroder Holz (Niedersachsen) ist \u00fcberwiegend von einem Laubmischwald mit sehr altem Baumbestand bedeckt. Nur im S\u00fcdosten der Fl\u00e4chen wachsen kleinfl\u00e4chig Nadelh\u00f6lzer. Das Areal ist 184 Hektar gro\u00df und liegt im Kreis Helmstedt, ca. drei Kilometer westlich der Ortschaft Lehre.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Gebietsbeschreibung<\/h3>\n\n\n\n

Die DBU-Naturerbefl\u00e4che ist \u00fcberwiegend mit Wald bedeckt. Dabei handelt es sich vor allem um Laubwald, der sich gr\u00f6\u00dftenteils aus Eichen, aber auch Buchen, Hainbuchen und Ahorn zusammensetzt. Eine Besonderheit ist, dass es sich teilweise um sehr alte B\u00e4ume handelt. Die meisten sind zwischen 145 und 165 Jahre alt. In den B\u00e4umen sind relativ viele H\u00f6hlen zu finden, die von Spechten erst ab einem gewissen Baumumfang angelegt werden. Aber nicht nur Spechte nutzen diese H\u00f6hlen, es gibt auch viele Nachbewohner. Flederm\u00e4use, h\u00f6hlenbr\u00fctende V\u00f6gel oder holzbewohnende K\u00e4fer finden hier Unterschlupf und pflanzen sich fort. Bemerkenswert ist ebenfalls der hohe Anteil an Totholz, der vielen Organismen einen Lebensraum bietet. Solche naturnahen Laubw\u00e4lder sind reich an Tier- und Pflanzenarten. Auf der Fl\u00e4che wurde beispielsweise der selten gewordenen Mittelspecht (Dendrocopos medius) gesichtet. Des Weiteren kommt der Eremit (Osmoderma eremita) als charakteristische Art naturnaher Laubw\u00e4lder im Beienroder Holz vor. Und auch Gro\u00dfes Mausohr (Myotis myotis) und der Gro\u00dfe Abendsegler (Nyctalus noctula) konnten beobachtet werden. Die DBU-Naturerbefl\u00e4che \u00fcberschneidet sich mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet \u201eBeienroder Holz\u201c.<\/p>\n\n\n\n

Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n

Der Laubwald mit seinen zahlreichen \u00f6kologischen Nischen kann sich auf der Fl\u00e4che ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Umgest\u00fcrzte B\u00e4ume rei\u00dfen L\u00fccken in den Wald und stellen als Totholz einen wichtigen Lebensraum dar. Gleichzeitig kommt es zu einer nat\u00fcrlichen Waldverj\u00fcngung, da neue B\u00e4ume an diesen Stellen nachwachsen. Die wenigen Nadelh\u00f6lzer werden nach und nach entnommen, sodass heimische Laubb\u00e4ume nachwachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n

Fr\u00fchere Nutzung<\/h3>\n\n\n\n

Bis 1934 wurde die Fl\u00e4che forstwirtschaftlich genutzt. Ab 1934 wurde auf dem Gel\u00e4nde eine Heeresmunitionsanstalt der Wehrmacht gebaut, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges betrieben wurde. Zum Ende des Krieges wurden hier zwischenzeitlich chemische Kampfstoffe eingelagert. Von 1945 bis 1951 nutzten die britischen Truppen das Gel\u00e4nde als Sammelstelle f\u00fcr Kampfstoffmunition. 1957 \u00fcbernahm die Bundeswehr das Gel\u00e4nde und lagerte Munition ein.<\/p>\n\n\n\n