{"id":5831,"date":"2023-03-09T16:36:30","date_gmt":"2023-03-09T15:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/biederitzer-busch\/"},"modified":"2024-03-07T22:17:46","modified_gmt":"2024-03-07T21:17:46","slug":"biederitzer-busch","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/biederitzer-busch\/","title":{"rendered":"Biederitzer Busch"},"content":{"rendered":"

DBU-Naturerbefl\u00e4che Biederitzer Busch<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n
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Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Biederitzer Busch ist rund 125 Hektar gro\u00df und liegt \u00f6stlich der Elbe im Stadtteil Magdeburg-Herrenkrug. Die DBU-Naturerbefl\u00e4che ist Teil des Biosph\u00e4renreservates Mittelelbe.<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n

Mit vielen typischen Stieleichen, Ulmen, Eschen, Ahornb\u00e4umen und Feuchtbiotopen ist der Biederitzer Busch einer der wertvollsten Hartholzauenw\u00e4lder Deutschlands. Der Wald ist seiner nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen. Nur um Wege zu sichern werden vereinzelt \u00c4ste oder B\u00e4ume entnommen. Alte und abgestorbene B\u00e4ume bleiben liegen \u2013 f\u00fcr die vielen Tier- und Pflanzenarten eine wichtige Lebensgrundlage. Alt- und Toth\u00f6lzer beheimaten seltene Pilze, Moose und Flechten und auf sie spezialisierte Tierarten wie K\u00e4fer, V\u00f6gel und Flederm\u00e4use.
Die Fl\u00e4che wird von auentypisch schwankenden Grundwasserst\u00e4nden beeinflusst. Ein dichter, alter Laubwald auf feuchtem Boden beheimatet viele, teils 200 Jahre alte, knorrige Eichen und Hainbuchen. Zwei Waldseen, Flutrinnen und wassergef\u00fcllte Bombentrichter pr\u00e4gen die sumpfig-feuchte Fl\u00e4che und bieten seltenen Amphibien wie Rotbauchunke (Bombina bombina) und Moorfrosch (Rana arvalis) und Fischen wie Flussneunauge (Lampetra fluviatilis) und Rapfen (Leuciscus aspius) einen Lebensraum. Auch der Biber (Castor fiber) hat sich hier angesiedelt. Die Feuchtbiotope sollen erhalten und verbessert werden.
Die DBU-Naturerbefl\u00e4che ist Teil des Biosph\u00e4renreservates Mittelelbe.<\/p>\n\n\n\n

Historisches<\/h3>\n\n\n\n

Einst wurde die Fl\u00e4che forstwirtschaftlich genutzt. Schon ab 1879 wurden Teile der Fl\u00e4che milit\u00e4risch beansprucht, zun\u00e4chst durch den Reichsmilit\u00e4rfiskus. Sp\u00e4ter trainierte hier die deutsche Wehrmacht der Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzen ab 1945 sowjetische Streitkr\u00e4fte das Gel\u00e4nde \u2013 auch f\u00fcr Panzer\u00fcbungen. Nach der Wende 1990 ging das Sperrgebiet zum Teil wieder in eine forstwirtschaftliche Nutzung \u00fcber und wurde unter Naturschutz gestellt.<\/p>\n\n\n\n