{"id":5829,"date":"2023-03-09T16:36:30","date_gmt":"2023-03-09T15:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/borkumer-duenen\/"},"modified":"2024-03-07T22:16:17","modified_gmt":"2024-03-07T21:16:17","slug":"borkumer-duenen","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/borkumer-duenen\/","title":{"rendered":"Borkumer D\u00fcnen"},"content":{"rendered":"

DBU-Naturerbefl\u00e4che Borkumer D\u00fcnen<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n
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Mit weniger als 50 Hektar sind die Borkumer D\u00fcnen in Niedersachsen die kleinste DBU-Naturerbefl\u00e4che. Sie setzt sich aus mehreren kleinen Teilfl\u00e4chen zusammen und liegt innerhalb des Nationalparks \u201eNieders\u00e4chsisches Wattenmeer\u201c.<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n

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Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n

Die Fl\u00e4che auf der Insel Borkum umfasst im Wesentlichen Bereiche in den Bantjed\u00fcnen und Greune Stee sowie im Borkumer Ostland im Gebiet der Olde D\u00fcnen, Kobbed\u00fcnen und Oldmanns Olde D\u00fcnen. In den D\u00fcnen Salzwiesen, Flachwasserzonen und an den Str\u00e4nden der Nordsee leben hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Auf den Fl\u00e4chen wachsen beispielsweise Wiesen-Alant (Inula britannica), Strandwinde (Calystegia soldanella), Geflecktes Sandr\u00f6schen (Tuberaria guttata), Kleines Filzkraut (Filago minima), Salzbunge (Samolus valerandi) und Strandsimse (Bolboschoenus sp.). Vogelarten wie L\u00f6ffelente (Anas clypeata), Krickente (Anas crecca), Stockente (Anas platyrhynchos), Teichralle (Gallinula chloropus), Bl\u00e4sshuhn (Fulica atra), Rohrammer (Emberiza schoeniclus), Teichrohrs\u00e4nger (Acrocephalus scirpaceus), Kornweihe (Circus cyaneus), Rohrweihe (Circus aeruginosus), Sumpfohreule (Asio flammeus) und Rotschenkel (Tringa totanus) haben hier einen Lebensraum gefunden.
Einige der teils 20 Meter hohen D\u00fcnen sind kaum bewachsen, andere von Strandhafer, Heideresten, Moosen oder Flechten durchzogen. Die in den Salzwiesen lebenden Pflanzen und Tiere sind in besonderer Weise an regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberflutungen sowie hohe Salzgehalte des Meereswassers und des Bodens angepasst. Der \u00bbGreune Stee\u00ab (Gr\u00fcne Stelle) ist ein einzigartiger Inselwald im S\u00fcden Borkums. Kiefern, Birken, Aspen oder Weiden sind durch den steten Druck des Windes schr\u00e4g und gedrungen. Die verschiedenen Lebensr\u00e4ume werden ihrer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen.<\/p>\n\n\n\n

Historisches<\/h3>\n\n\n\n

Einst nutzten Piraten die Insel, sp\u00e4ter Walf\u00e4nger. 1834 kamen erste Urlauber, der Tourismus wurde ausgebaut. Die weltweit erste K\u00fcstenfunkstelle wurde 1900 eingerichtet, um Telegramme ans Festland zu schicken. Kaiser Wilhelm II. erkl\u00e4rte Borkum 1902 zur Seefestung. Bunker und Gesch\u00fctzstellungen wurden installiert und das Bahnnetz ausgebaut. 1934 begann Wernher von Braun hier mit Raketenversuchen, die in Peenem\u00fcnde auf Usedom, ebenfalls eine DBU Naturerbefl\u00e4che, fortgesetzt wurden. Von 1957 bis 1996 war Borkum St\u00fctzpunkt der Bundesmarine.<\/p>\n\n\n\n