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Projekt 40602/01

Erbe bildet nachhaltig: Von der konzeptionellen Entwicklung zur praktischen Umsetzung einer nachhaltigen Erbe-Bildung

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Institute Heritage Studies
an der Internationalen Akademie Berlin gGmbH
Erich-Steinfurth-Str. 7
10243 Berlin

Zielsetzung

Der nachhaltige Schutz und Erhalt von kulturellem und natürlichem Erbe ist weltweit gefährdet. Zum einen bedroht der Klimawandel bereits jetzt und in zunehmendem Maße Erbestätten weltweit. Zum anderen wird Erbe durch gewaltsame Konflikte überall auf der Welt zerstört. Aber auch Modernisierungen, Rohstoffgewinnung, Urbanisierung und weitere Entwicklungen tragen dazu bei, dass Erbe nicht nachhaltig erhalten wird. Dies ist in vielfacher Hinsicht problematisch: Zum einen führt die absichtliche oder in Kauf genommene Zerstörung von Erbe zum Verlust von Natur- und Kulturlandschaften, die für planetare Ökosysteme wichtig sind und dem Klimawandel und Biodiversitätsverlust entgegenwirken. Zum anderen geht Wissen um nachhaltige Traditionen, zum Beispiel im Bauen, in der Landnutzung, in der Stadtgestaltung oder der Wassernutzung sowie auch der Bezug zu mit dem Erbe verbundenen historischen Erfahrungen, mit dem kulturellen Erbe verloren.

Bildung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist essenziell für die Befähigung von Individuen und Gesellschaften zu nachhaltigem Handeln. Erbe-Bildung bietet hier eine bedeutende, aber bislang unzureichend ausgeschöpfte Möglichkeit für die Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und den Schutz von Kulturerbe. Das bedeutet einerseits, auf die Bedrohungen des Erbes aufmerksam zu machen, aber auch die Bedeutungen und Potenziale von Erbe für eine nachhaltige Entwicklung herauszuarbeiten und zu vermitteln. Gleichzeitig kann Erbe auch historische Unterschiede zu gegenwärtigen, nicht-nachhaltigen Lebensstilen aufzeigen und zu Diskussionen über mögliche, zukünftige Alternativen anregen und idealerweise zu einer Veränderung des Handelns führen.
Durch die Entwicklung und Verbreitung eines Konzepts und einer praktischen Arbeitshilfe in Form eines Praxisleitfadens wird Erbe-Bildung mit nachhaltigen Entwicklungsansätzen systematisiert und stärker mit globalen Bildungsstrategien, insbesondere BNE und transformative Bildung, verzahnt. Damit soll im Projekt die bisher existierende Leerstelle – Erbe für nachhaltige Bildung zu nutzen – adressiert und geschlossen werden. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur nachhaltigen Bildung sowie auch zur Bewahrung des kulturellen und natürlichen Erbes, indem es den Wert von Erbe für aktuelle gesellschaftliche Diskussionen – hier der gesellschaftlichen Transformation und der Klimaanpassung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit – herausarbeitet.

Arbeitsschritte

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und gliedert sich in drei Phasen von jeweils acht Monaten. Es startete am 01. April 2026.

Phase 1: Zu Beginn wird der aktuelle Forschungsstand zu nachhaltiger Erbe-Bildung erfasst, Forschungslücken identifiziert und gegebenenfalls bestehende Ansätze zur ganzheitlichen und nachhaltigen Bildungsarbeit im Kontext von Erbe zusammengetragen.
Parallel dazu werden bis zu zehn Akteur:innen an Erbestätten für den Partizipationsprozess ausgewählt und in das Projekt und seine Ziele eingeführt. Sie erhalten einen Fragebogen, um zu erfassen, wie Erbe und Nachhaltigkeit in ihrer Bildungsarbeit thematisiert werden. Die Antworten werden thematisch ausgewertet. Aufbauend auf der Literaturanalyse und den Ergebnissen der Befragung entsteht ein erster Arbeitsentwurf für ein Konzeptpapier zur nachhaltigen Erbe-Bildung.

Phase 2: Im Zentrum der zweiten Projektphase steht die partizipative Überarbeitung des Konzeptpapiers zur Erbe-Bildung. Hierfür wird mit den ausgewählten Akteur:innen ein Workshop durchgeführt, in dem das Konzept diskutiert und gemeinsam weiterentwickelt wird. Aufbauend auf dem ersten Arbeitsentwurf werden konkrete Handlungsstrategien erarbeitet, die auf die jeweiligen Bedingungen einzelner Erbestätten zugeschnitten sind. Die Ergebnisse werden dokumentiert und bilden die Grundlage für die Finalisierung des Konzeptpapiers zur nachhaltigen Erbe-Bildung.

Phase 3: In der dritten Projektphase erfolgen erste Schritte zur praktischen Umsetzung. Ziel ist die Entwicklung eines Leitfadens für Akteur:innen an Erbestätten, der als Orientierung für die Umsetzung von Erbe-Bildung dient und einen ganzheitlichen sowie nachhaltigen Bildungsansatz integriert. Die Leitlinien sollen auch exemplarische Handlungsempfehlungen beinhalten, sodass sie unmittelbar in den Arbeitskontexten der Erbestätten angewendet werden können. Auf diese Weise geht der Leitfaden über das Konzeptpapier hinaus, indem er die spezifischen Bedarfe und Rahmenbedingungen der Zielgruppe berücksichtigt.
Zur Entwicklung des Leitfadens wird ein zweiter Workshop mit den beteiligten Akteur:innen durchgeführt. Dabei werden die Ergebnisse des bisherigen Beteiligungsprozesses aufgegriffen, um Struktur, Inhalte und Format des Leitfadens gemeinsam abzustimmen. So wird gewährleistet, dass der Leitfaden praxisnah gestaltet ist und in den Einrichtungen erfolgreich und gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Ergebnisse

Das Projekt ist zum 01. April 2026 gestartet. Über Ergebnisse wird hier informiert.

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174.981,00 €

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01.04.2026 - 01.04.2028

Bundesland

Berlin

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Environmental communication