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Projekt 38782/01

Umweltschonende Umwandlungsprozesse mit reduziertem Energieeintrag durch GHz-Plasma in der Carbonfaserherstellung – Teil 2

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Fachhochschule Aachen
Institut für Mikrowellen- und Plasmatechnik
Eupener Str. 70
52066 Aachen



Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Ziel des Vorhabens war es, die Herstellungsschritte der Stabilisierung, der Carbonisierung und des Spinnprozesses bei der Herstellung von Carbonfasern umweltverträglicher zu gestalten und auf Basis der im Projekt SuperFaser 1 entwickelten Prototypen in eine Anlage für die Stabilisierung und Carbonisierung zu überführen. Hierzu wurde die Gigaherzplasmatechnik verwendet, um eine beide Verfahren durchzuführen. Sie zeichnet sich durch einen effizienten Energieeintrag aus.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden

Im Rahmen des Projektes wurden auf Basis von verschiedenen Mikrowellen- und Mikrowellenplasma-Anlagen die umweltfreundliche Stabilisierung und Carbonisierung von PAN-Fasern untersucht. Es wurden verschiedenen Plasmajets, sowie eine Anlage mit einer Resonanzkammer untersucht und charakterisiert. Diese Arbeiten fanden in enger Kooperation zwischen der FH Aachen der Universität Ulm und den industriellen Partnern statt.
An der Universität Ulm wurde für die Stabilisierung und die Carbonisierung wie auch für den Spinnprozess je eine Pilotanlage aufgebaut und die Ergebnisse mit Hilfe verschie-dener chemischer Analyseverfahren untersucht.



Ergebnisse und Diskussion

Die übergeordnete Zielsetzung, den Energieaufwand für den Prozessschritt der Stabili-sierung zu senken, konnte mit einer Reduktion um mindestens 80% bei 12K-PAN-Faserbündeln sehr erfolgreich eingehalten werden. Hierzu wird das Faserbündel koaxial durch einen Mikrowellenplasmajet geführt, in dem sich ein ringförmiges Plasma ausbildet.
Es wurden verschiedene Ansätze für die Stabilisierung und Carbonisierung im Hinblick auf ihre prinzipielle und industriell skalierbare Tauglichkeit untersucht, darunter eine Resonator-kammer und des im SuperFaser1-Projekt entwickelte E01-Mikrowellenplasmajets.

Zum Ende der Projektlaufzeit konnte der Aufbau einer Pilotanlage für die Carbonisierung erfolgen und erste erfolgreiche Experimente durchgeführt werden.
Der Fokus des Projektes lag jedoch hauptsächlich auf der Optimierung und Erhöhung des Technology Readiness Levels (TRL) des neuartigen Stabilisierungsprozesses, was auch bestens erreicht wurde.
Weiterhin wurden zwei vielversprechende Ansätze für die Carbonisierung bei Nieder- und Atmosphärendruck entwickelt, die aufgrund der mangelnden Zeit nicht weiterverfolgt werden konnten.



Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Die Ergebnisse des neuartigen Stabilisierungsprozesses wurden auf der Aachen-Dresden-Denkendorf International Textile Conference im Rahmen einer Keynote im November 2025 präsentiert. Pressetechnische Veröffentlichung über das Projektende hinaus sind in Planung.


Fazit

Die ursprünglich geplanten Methoden wurden mit Hilfe von Prototypen auf ihre prinzipielle und industriell skalierbare Tauglichkeit untersucht. Dabei stellte sich vor allem die koaxiale Führung der Carbonfaser durch einen Plasmajet und ein anschließender Behandlungs-reaktor („Heat Holder“) als die aussichtsreichste Lösung heraus.

Eine Pilotanlage mit einer Energieersparnis von mindestens 80% für eine vollständige Stabilisierung wurde entwickelt und aufgebaut, die auch kostengünstig auf einen industriellen Maßstab skaliert werden kann. Für die Carbonisierung wurde erste Prototypen aufgebaut, die weiterverfolgt werden sollten, da sich auch hier zeigte, dass eine potentiell ähnlich hohe Energieersparnis möglich ist.

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492.184,00 €

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01.03.2024 - 01.03.2026

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

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Climate protection
Resource conservation
Environmental research
Umwelttechnik