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Projekt 38598/01

Re-use im Ingenieurholzbau durch Standardisierung von Verbindungen mit Konusdübeln − Entwurf und Analyse reversibler Verbindungstechnik (ReStaKo)

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Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau (RPTU)
t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe
Pfaffenbergstr. 95
67663 Kaiserslautern



Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Ziel des Projekts war die Entwicklung kreislauffähiger Konstruktionen für den mehrgeschossigen Holzskelettbau mit Fokus auf nichttragende, großformatige Außenwandelemente. Aufgrund ihres hohen Materialanteils und ihrer funktionalen Bedeutung standen die Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit dieser Bauteile im Mittelpunkt des Vorhabens. Planende und Ausführende sollen künftig durch einen Konstruktionskatalog demontierbarer Ausfachungswände unterstützt werden, der konstruktive Lösungen und reversible Verbindungskonzepte systematisch darstellt.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Forschungsvorhaben wurde in strukturierten, aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten durchgeführt. Zu Beginn erfolgte eine Analyse bestehender Anschluss- und Verbindungssysteme für den mehrgeschossigen Holzskelettbau unter konstruktiven und statischen Gesichtspunkten. Auf dieser Grundlage wurden Anforderungen an nichttragende, großformatige Außenwandelemente abgeleitet sowie geeignete Anschlussvarianten konzipiert und rechnerisch ausgelegt.

Zur Umsetzung der Konzepte wurden reversible Verbindungsmittel – der Doppel-Konusverbinder sowie der Konusadapter – konstruktiv entwickelt und in die Anschlusssysteme integriert. Ziel war eine zerstörungsfreie Montage und Demontage bei gleichzeitig ausreichender mechanischer Leistungsfähigkeit.
Zur experimentellen Verifizierung wurden Prüfkörper hergestellt und Druck- sowie Zugscherversuche durchgeführt. Ergänzend wurde ein Mock-Up im Maßstab 1:1 realisiert, um die praktische Umsetzbarkeit der entwickelten Verbindungskonzepte unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen.

Die Auswertung der experimentellen Untersuchungen und der Mock-Up-Ergebnisse bildete die Grundlage für die abschließende Bewertung der Verbindungskonzepte.



Ergebnisse und Diskussion

Im Rahmen des Projekts wurden geschossweise austauschbare Wandelemente für eine reversible Holzskelettbauweise entwickelt und hinsichtlich ihrer technischen, konstruktiven und praktischen Funktionsfähigkeit untersucht. Der Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Anwendung reversibler Verbindungstechniken, insbesondere der Kombination aus Doppel-Konusverbindern und Konusadaptern, die eine zerstörungsfreie Demontage und Wiederverwendung der Bauteile ermöglichen.

Das im Maßstab 1:1 realisierte Mock-Up bestätigte die grundsätzliche Machbarkeit des Systems und lieferte Erkenntnisse zu Montageabläufen, Handhabung und Positionierung großformatiger Wandelemente unter praxisnahen Randbedingungen. Potenzielle Montageerschwernisse konnten identifiziert und konstruktiv berücksichtigt werden, beispielsweise durch Anpassungen der Verbindungslage oder den Einsatz vormon-tierter Verbindungsmittel.

Die experimentellen Untersuchungen zeigten, dass die entwickelten Verbindungsmittel die vorgesehenen Lasten zuverlässig aufnehmen und nach der Demontage erneut eingesetzt werden können, sofern definierte Fertigungstoleranzen eingehalten werden. Die konstruktive Auslegung der Wandelemente ermöglicht eine modulare Bauweise mit standardisierten Grundrastern und klar definierten Bauteilgeometrien, wodurch ein wiederholter Einsatz der Elemente technisch realisierbar ist.



Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Der Schlussbericht wird auf der Homepage des t-lab veröffentlicht. Der Ein- und Abbau des Mock-ups wird videodokumentiert und über den offiziellen YouTube-Kanal des t-lab sowie über soziale Medien zugänglich gemacht. Ergänzend ist die Veröffentlichung der Projektergebnisse in fachlichen Zeitschriften vorgesehen, um einen gezielten Wissenstransfer in die Baupraxis und die Fachöffentlichkeit sicherzustellen.


Fazit

Das Forschungsvorhaben zeigt, dass reversible Verbindungskonzepte für nichttragende Außenwandelemente im mehrgeschossigen Holzskelettbau technisch umsetzbar und praxisrelevant sind. Die entwickel-ten Lösungen ermöglichen eine zerstörungsfreie Montage und Demontage und wurden sowohl experimentell als auch anhand eines Mock-Ups unter realitätsnahen Bedingungen verifiziert. Damit schafft das Projekt eine belastbare Grundlage für die Anwendung reversibler, kreislauffähiger Konstruktionslösungen in der Baupraxis.

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124.917,00 €

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01.03.2024 - 31.08.2025

Bundesland

Rheinland-Pfalz

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Resource conservation